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TRAVEL DIARY: UNSERE IRLAND-RUNDREISE

Vielleicht habt ihr es auf meinem Instagram-Account verfolgt: Robin und ich waren für elf Tage in Irland und haben eine Rundreise gemacht! Und diese Insel ist einfach wunderschön. Deshalb dachte ich mir, ich teile mit euch die Details unserer Reise. Denn wenn Irland noch nicht auf eurer Bucketlist steht, solltet ihr es unbedingt draufschreiben!

Vor der Reise – Das müsst ihr vor einer Irlandreise wissen

 

PLANUNG:
Wir waren für elf Nächte in Irland. Wir wollten eine komplette Rundreise um die Insel machen, weshalb wir dachten, dass sieben Nächte nicht ausreichen würden. Im Nachhinein hätten wir uns tatsächlich aber zwei oder drei Nächte schenken können. Wieso, erzähle ich später.
Wir sind von Dublin in die Rundreise gestartet und wieder nach Deutschland zurückgeflogen. Wir hätten auch nach Belfast fliegen können, aber uns waren die Flüge zu teuer. Und so konnten wir wirklich einen ganzen Kreis einmal um die Insel machen. Wichtig ist einfach für die Planung: Wo wollt ihr hin, was wollt ihr unbedingt sehen und worauf könnt ihr verzichten.
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Auf dieser Karte könnt ihr die Orte sehen, in denen wir übernachtet (schwarz) oder die wir besucht haben (weiß). Dublin war Start- und Zielpunkt, von dort ging es gegen den Uhrzeigersinn.

PACKEN:
Wir sind mit Ryan Air geflogen und durften dort nicht sonderlich viel Gepäck mitnehmen. Deshalb haben wir noch ein 20-Kilo-Gepäckstück mitgebucht und konnten so mit zwei Rucksäcken und einem Koffer alles mehr oder weniger easy mitnehmen. Obwohl wir wirklich für so ziemlich jedes Wetter gewappnet waren – was man in Irland auch sein sollte – hatten wir echt Glück. Es hat an eineinhalb Tagen etwas genieselt, plus an unserem Abreisetag, an dem wir aber nichts mehr gemacht haben. Ich hatte drei Paar Schuhe dabei (Boots, Sneaker und Latschen für die Unterkünfte), einige Sweater und zwei Jeans sowie drei Jacken (Regenjacke, Mantel und Daunenjacke). Unseren Schirm brauchten wir kein einziges Mal.
HERUMKOMMEN:
Irland ist der perfekte Ort, um sich ein Auto zu mieten. Das haben wir auch getan, nur leider nicht ganz durchdacht. Weil wir beide Stand Jetzt noch unter 25 Jahren sind, mussten wir viel Geld bezahlen für das Auto und nur Robin ist deshalb auch gefahren. Dabei würde ich euch die Tipps geben: 1) Ihr fahrt auf der linken Seite der Straße mit dem Lenkrad rechts. Das war anfangs sehr verwirrend und beängstigend, auch für mich als Beifahrer. Mit der Zeit gewöhnt man sich dran, aber vor allem in Dublin haben wir wirklich die Krise gekriegt 2) Seht zu, dass ihr ein Navi in eurem Mietwagen habt, das war für uns Gold wert, weil wir so unser Handy nicht dafür nutzen mussten 3) Die Iren fahren und gehen wie sie wollen. Stellt euch darauf ein, dass jeder Fußgänger auch bei Rot über die Straße läuft und vor allem die Taxis machen, was sie wollen. Auch die Straßenmarkierungen und Ampeln können sehr verwirrend sein.
Robin ist aber gefahren und hat deshalb auch noch ein paar Tipps für euch: Fahrt nicht zu viel und lasst euch Zeit. Da bekannter Weise in ganz Irland Linksverkehr herrscht, sollte dieser erst einmal kennen gelernt werden. Auch direkt in Dublin fahren ist im Nachhinein keine gute Idee. Lasst euch daher Zeit.
Die meisten strecken sind wir über kleine Landstraßen gefahren, die teilweise auch sehr eng waren. Hier mehrere hundert Kilometer zu fahren war sehr anstrengend. Plant lieber kürzere Wege, oder nehmt die Autobahn, die ist sehr entspannend.

STOPS – Das müsst ihr in Irland sehen

 

DUBLIN:
Wie schon gesagt sind wir in Dublin gestartet und haben dort die ersten zwei Nächte in einem kleineren Hotel in der Stadt verbracht. Das Hotel war nichts besonderes, wir hatten auch kein Frühstück dort. Weil wir abends in Dublin angekommen sind, haben wir nur noch schnell etwas zu essen und zu trinken besorgt. Das geht dort alles super zu Fuß, es gibt in Irland sogar Aldi und Lidl. Am nächsten Tag haben wir die Stadt richtig erkundet, bei bestem Wetter. In Dublin liegt eigentlich alles, was man sehen möchte, relativ nah aneinander. Wir haben den Abend davor uns auf der Karte einen Plan gemacht, wo wir überall hin wollen und was zu Fuß für uns machbar ist an einem Tag und dann ging es am nächsten Morgen auch schon los. Was ihr unbedingt sehen müsst, ist das Trinity College, Dublin Castle samt Mini-Garten, die St. Patricks Cathedral und das Viertel Temple Bar.

 

Castle Malahide hatten wir nahezu für uns allein.

CASTLE MALAHIDE & BELFAST:
Von Dublin sind wir nach Belfast gefahren. Das ist ungefähr zwei Stunden Fahrt, auf der man auch Maut zahlen muss. Um nach Nordirland zu fahren, müsst ihr vorher aber abklären, ob das mit eurem Mietwagen auch geht. Um die Grenze zu überqueren, gibt es eine Pauschale von etwa 30 Euro, die in eurem Vertrag stehen muss.
Auf dem Weg von Dublin nach Belfast haben wir bei Castle Malahide und Castle Ward gehalten. Letztere hätten wir uns aber schenken können. Als Game of Thrones-Fans wollten wir natürlich Winterfell sehen, als das Castle Ward für einige Szenen in der Serie gedient hatte. An Winterfell erinnert tatsächlich aber nichts von diesem kleinen Farmhaus, weshalb ihr die 20 Pfund (ja, in Nordirland zahlt man nicht mit Euro) für Essen ausgeben solltet. Das ist in Irland und Nordirland nämlich sehr teuer. Castle Malahide hat nichts gekostet, wir sind allerdings auch nicht in die Burg hineingegangen. Weil wir morgens gegen 10 Uhr dort waren, hatten wir die Burg fast für uns.
Generell ist die Strecke von Dublin nach Belfast mega schön. Die Landschaft ist toll und man sieht haufenweise Schaffelder. Eine der wohl schönsten Strecken der Reise.
Belfast an sich war aber keine schöne Stadt, jedenfalls nach dem zu urteilen, was wir gesehen haben. Wir blieben dort eine Nacht. Was ich euch aber empfehlen kann, ist das Restaurant Villa Italia in Belfast! Super lecker.

 

Der Giant’s Causeway war eines meiner Highlights auf unserer Reise.

Am Ballintoy Harbour findet ihr eine Tafel zu dem Drehort von Game of Thrones.

Auch die Dark Hedges sind einen Abstecher wert.

THE DARK HEDGES & COLERAINE:
Etwa eine Stunde Fahrt von Belfast entfernt liegt das Städtchen Coleraine, in dem wir zwei Nächte geblieben sind. Auf dem Weg von Belfast dorthin haben wir bei den Dark Hedges, der Carrick-A-Rede-Rope Bridge und Ballintoy Harbour Halt gemacht. Alles bildschöne Orte, die man gesehen haben sollte. Übernachtet haben wir im Airbnb von Lorraine, das wirklich top war! Sie und ihr Mann haben uns einen super Tipp gegeben: Wir wollten zum Giant’s Causeway, aber keine 11 Pfund pro Nase dafür bezahlen, uns ein paar Steine anzuschauen. Kommt man dort mit dem Auto hin, sprechen einen Lotsen des dortigen Parkplatzes an, wohin man möchte. Lorraine und ihr Mann sagten uns, wir sollten darauf antworten, dass wir zum Hotel gehen und dort was essen möchten. Dann müssten wir keine Parkgebühren bezahlen, könnten hinter dem Hotel zum Giant’s Causeway gehen und auf dem Rückweg einen Kakao oder Kaffee im Hotel für 5 Pfund kaufen und den Lotsen dann den Beleg vorzeigen. Und so haben wir es auch gemacht und viel Geld gespart. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt, den Giant’s Causeway solltet ihr euch nicht entgehen lassen!! Eines der schönsten Plätzchen auf Erden, die ich je gesehen habe.

 

Irgendwann einmal möchte in in Ashford Castle übernachten.

ASHFORD CASTLE & GALWAY:
Von Coleraine nach Galway war unsere längste Fahrt. Über vier Stunden sind es mit dem Auto, wir brauchten mit mehreren Zwischenstops fast doppelt so lange. Unter anderem haben wir auf dem Weg bei Ashford Castle gehalten, so gegen 16 Uhr. Um 17 Uhr ist die Burg, die heute als Hotel dient, für Besucher geschlossen. Und deshalb hatten wir auch Glück, der Pförtner ließ uns für 10 Euro hinein, anstatt für 20. Und ich hätte noch mehr Geld dafür bezahlt. Denn diese Burg und die riesengroße Anlage waren einfach wunderschön! Trotz der Jahreszeit und des Nieselregens. Ihr müsst dort unbedingt einen Zwischenstop einlegen, wenn es auf eurem Weg liegt. Irgendwann möchte ich ein paar Nächte in Ashford Castle verbringen. Aber das wird bei den Preisen wohl erstmal ein Traum bleiben.
In Galway haben wir eine Nacht im The Nest Boutique Hostel übernachtet. Dort zahlt man für eine Nacht in einem Zimmer mit Doppelbett und eigenem Bad samt Frühstück 50 Euro. Dafür fand ich das Frühstück tatsächlich sehr mau, das Zimmer war aber sehr schön. In Galway wären wir im Nachhinein gern länger geblieben. Die Stadt ist sehr niedlich, direkt am Meer und es gibt sehr viele Pubs. Wir waren abends im O’Connors Pub, wo Ed Sheeran sein Musikvideo zu Galway Girl gedreht hat – mega Stimmung und leckeres Guinness! Das war auch ein Highlight unserer Reise. Am nächsten Morgen sind wir in die Innenstadt spaziert und haben uns noch die Galway Cathedral angeschaut.

 

Die Cliffs of Moher standen von Anfang an auf meiner Bucketlist für Irland.

CLIFFS OF MOHER & KILLARNEY:
Zweieinhalb Stunden Fahrt entfernt von Galway liegt Killarney. Dort ging es dann etwa am Mittag hin. Einen Zwischenstop haben wir aber noch eingelegt: Bei den Cliffs of Moher. Auch hier knöpfen euch die Iren wieder Kohle ab – wir haben 15 Euro gezahlt, aber auch nur, weil Robin seinen Studentenausweis noch hat. Dadurch bekommt ihr einen winzigen Rabatt. Trotzdem hat sich das Eintrittsgeld gelohnt. Die Klippen sind genau so eine krasse Erscheinung wie der Giant’s Causeway. Auch wenn der Weg am Abgrund nicht so meins ist und uns die Wölkchen ein bisschen die Sicht getrübt haben. Trotzdem würd ich das Geld immer wieder zahlen.
In Killarney sind wir drei Nächte geblieben und das war unser längster Aufenthalt an einem Ort auf unserer Reise. Wir waren im Neptunes Hostel, das sehr zentral liegt. Bis auf die vielleicht nicht sonderlich hygienische Küche hatten wir dort nichts zu meckern. Die Stadt ist auch ganz niedlich und vor allem die Natur drumherum. Von Killarney aus kommt man super zum National Park, zur Gap of Dunloe und dem Muckross House. Gerade die Schlucht war mega faszinierend.
Wenn ihr in Killarney seid, solltet ihr auch unbedingt bei der Eisdiele Murphy’s vorbeischauen. Das war bestimmt das teuerste und leckerste Eis meines Lebens.

Dem Nationalpark in Killarney solltet ihr auf jeden Fall einen Besuch abstatten.

KILKENNY & DUBLIN:
Unsere letzten beiden Nächte haben wir in Kilkenny und Dublin verbracht. Kilkenny ist allerdings keine schöne Stadt gewesen und die beiden Tage haben wir eigentlich nichts weiter gemacht, gesehen oder unternommen. Sie waren ganz gut, um runterzukommen, aber im Prinzip hätten wir nach Killarney auch abreisen können. Das wäre vielleicht auch besser gewesen, um die ganzen Eindrücke zu verarbeiten und hier zu Hause nochmal runterzukommen.
Vor Dublin haben wir nur einen kleinen Abstecher nach Howth gemacht, um den Cliff Walk zu sehen. Der war aber im Vergleich zum Giant’s Causeway und den Cliffs of Moher einfach nicht so doll.

 

WAS WIR NOCH GERN GESEHEN HÄTTEN UND NÄCHSTES MAL ANDERS MACHEN WÜRDEN:
Kimberly: Ich hätte gern noch Kylemore Abbey gesehen und die Aran Islands. In Galway wäre ich im Nachhinein länger geblieben und hätte uns die letzten zwei Nächte in Kilkenny und Dublin geschenkt. Wir hätten dann aus Galway zurückfliegen können. Diese Fahrten haben uns nämlich doch sehr geschlaucht. Die Aussicht dabei ist zwar top, aber acht Stunden im Auto sind eben acht Stunden im Auto. Und vor allem der Verkehr in Dublin hat uns Nerven gekostet. Auch auf Belfast hätten wir vielleicht verzichten können.

Robin: Ich wäre sehr gerne länger in Galway geblieben. Auch die langen Strecken würde ich nächstes Mal anders planen oder von den Städten aus mit einem Bus zu den Sehenswürdigkeiten fahren.

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