REISEN
Hinterlasse einen Kommentar

KURZTRIP: GAME OF THRONES – THE TOURING EXHIBITION

{Werbung, unbeauftragt}

Am letzten Dezemberwochenende sind Robin und ich nach Oberhausen gefahren, um die Game Of Thrones Exhibition zu besuchen, die noch bis zum 12. Februar an der Promenade am Centro vor Ort ist. Und gleich vorweg: es lohnt sich! Für euch möchte ich heute aber etwas genauer ins Detail gehen, was ihr dort sehen könnt und was nicht, wie teuer der Spaß ist und ob meine Erwartungen erfüllt wurden.

 

Buchung, Anreise und Übernachtung

Gebucht habe ich über die Website travelcircus. Dort werden die Tickets samt einer Hotelübernachtung samt Frühstück angeboten. Unser vier Sterne Hotel war in Essen (ca. 20 km von Oberhausen entfernt), wir sind ganz entspannt am Freitagnachmittag mit dem Auto angereist und am Samstagmittag in die Ausstellung gegangen. Gekostet hat uns der Spaß 125 Euro, was ich aber gerechtfertigt finde. Ein Ticket kostete 17, 50 Euro. Und eine Übernachtung samt Frühstück hat eben auch ihren Preis. In der Ausstellung selbst konnte man aber auch noch gut Geld lassen, dazu weiter unten mehr.

 

Die Ausstellung – Ablauf und was ihr zu sehen bekommt

Auf euren Tickets steht, dass ihr eine Viertelstunde vor Einlass vor Ort sein müsst. Das bedeutete für uns 11.45 Uhr. Vor dem Gebäude war zu dem Zeitpunkt schon eine längere Schlange, es wurden dann auch nur Stück für Stück die Leute hineingelassen. Kurz nach 12 Uhr waren wir dann auch im Gebäude, für 2 Euro konnten wir unsere Jacken in der Garderobe abgeben. Erst eine halbe Stunde später wurden wir richtig in die Ausstellung hineingelassen. Denn vor dem großen Eingangstor in die Welt von Cersei, Jon und Dany verliefen viele Schlangen und ein Fotoshooting vor einem Greenscreen mit Daenerys Targaryens Drachen Drogon, das jeder mitmachen musste. Kurz vor dem Einlass konnte man sich noch einen Audioguide kaufen für 6 Euro pro Person, den man wie ein Telefon während der Ausstellung am Ohr halten und mit einem Band um den Hals tragen konnte. Wir haben uns jeder einen gegönnt, denn wann hat man schon mal die Gelegenheit so viel über seine Lieblingsserie zu erfahren? Dafür würde ich wirklich jederzeit wieder Geld ausgeben.
Dann durften wir endlich rein. Die Tore, umrahmt von den Flaggen des Hauses Lennister und Hauses Targaryen, öffneten sich und wir durften mit vielleicht 15 anderen Menschen in die Welt von George R. R. Martin eintreten.

 

Die Tour ist aufgegliedert in die einzelnen Häuser und Standorte von den Kontinenten in Game of Thrones. Die Kostüme der Protagonisten stehen ganz klar im Vordergrund, genauso wie die Waffen der einzelnen Charaktere. Mit dem Audioguide war es einem ganz leicht, dem roten Faden durch die Ausstellung zu folgen und damit auch den Staffeln der Serie. Ich würde die 6 Euro für den Guide  wirklich immer wieder ausgeben. Ich persönlich fand all die Details, die man damit erfährt, jeden Cent wert und super interessant. Für eingefleischte Fans auf jeden Fall ein Muss!
Überall in der Ausstellung gibt es kleine Bildschirme mit kurzen Sequenzen aus der Serie zu sehen, genauso wie massig Special-Effects mit Licht und Nebel. An manchen Stellen kann man Fotos mit den Schwertern machen oder sein Gesicht in die Halle der Gesichter im Haus von Schwarz und Weiß aufnehmen lassen. Ansonsten sind alle Kostüme und Requisiten abgesperrt und das Berühren ist verboten, genauso wie das Fotografieren mit Blitzlicht.

 

€ Worauf ihr achten müsst €

Am Schluss der Ausstellung wartet natürlich das begehrteste Objekt der ganzen Serie auf euch: Der Eiserne Thron. Schon im Audioguide direkt davor wird euch ins Ohr geflüstert, dass ihr gleich selbst auf dem Thron der Throne Platz nehmen könnt. Ein großes Schild wenig später sagt es euch auch nochmal. Und, dass dieser Spaß mindestens 12 Euro kostet. Aber: ganz klein darunter steht tatsächlich geschrieben, dass ihr vor dem Ausgang noch ein Selfie mit dem Ding machen könnt – kostenlos. Viele der Besucher haben das übersehen und sich dann geärgert, als wir unser Foto dort selbst gemacht haben und sie schon bezahlt hatten. Für das Foto vom Anfang mit dem Drachen Drogon gilt übrigens dasselbe, auch davon kostet ein digitaler Abzug 12 Euro.
Auch im Fanshop sind die Artikel teilweise 15 Euro teurer, als in bekannten Onlineshops. Das hat uns persönlich sehr geärgert, auch wenn es zu erwarten war.

 

Meine Erwartungen – erfüllt, übertroffen oder enttäuscht?

Ich bin ein Fan, der erst die Serie geschaut und dann die Bücher gelesen hat. Der Khaleesi cosplayed und ein eigenes Kostüm hat. Der jeden Stammbaum und Namen kennt und einfach noch mehr in diese faszinierende Welt eintauchen wollte. Meine Erwartungen wurden erfüllt, aber nicht übertroffen.
Das, was Game Of Thrones in meinen Augen ausmacht, sind die Details. Die Details in Kleidung, Schmuck, Orten, Waffen, Sprachen, Kulturen und Charakteren machen die Serie so reizvoll und interessant. Und um diese Dinge geht es auch in der Ausstellung. Wie bereits gesagt stehen vor allem Kleider, Schmuck und Waffen im Vordergrund. Dass diese unvermeidlich mit den einzelnen Charakteren und Kulturen/Standorten verknüpft sind, muss ich wohl nicht erwähnen. Vermisst habe ich jedoch einige Hauptpersonen. Von Jorah Mormont war lediglich das Schwert zu sehen, genauso wie nur das Arakh von Khal Drogo und nur ein Kostüm von Tyrion Lennister. Robert und Tommen Baratheon, Olenna Tyrell, sowie Rickon Stark suchten wir vergebens und auch vom Nachtkönig fehlte jede Spur. An Hintergrundwissen gewann ich dafür aber viel dazu, beispielsweise was die Veränderung der Roben von Cersei und Daenerys betrifft. Mehr solcher Informationen hätte ich mir auch in Bezug auf Sansas Kleider gewünscht – ihr Wandel im Laufe der Staffeln wurde ebenfalls gar nicht aufgegriffen.
{Achtung, Spoiler} Es mag sein, dass die Ausstellung derartig strukturiert wurde, weil Cersei und Daenerys die Endgegner im Spiel der Throne sind und damit im Fokus liegen. Trotzdem hätte ich mir gern noch mehr Zeit für mehr Figuren genommen und auch gern mehr über Drehorte und Szenerien erfahren. Die einzigen Drehorte, die erwähnt wurden, waren Island und Nordirland – ohne, dass dort sehr viel ins Detail gegangen wurde. Als Szenenbilder standen größtenteils Meeren, die Mauer und der Thronsaal in Königsmund im Mittelpunkt. Kein Wort über Winterfell oder Drachenstein.

Insgesamt waren wir nach etwa zwei Stunden wieder draußen. Drinnen gab es keinen Zeitpunkt, an dem es drängelig wurde oder man nicht genug Platz hatte. Der Audioguide ist auf jeden Fall zu empfehlen und grundsätzlich wurde die Ausstellung mit sehr viel Liebe zum Detail gestaltet. Keine Enttäuschung also in meinen Augen, aber von einigen Charakteren und auch über mehrere Drehorte und/oder Szenenbilder hätte ich gern mehr erfahren.

Ich hoffe, ich konnte den GoT-Fans unter euch damit einen guten Einblick verschaffen, was euch bei der Ausstellung erwartet. Entscheidet selbst für euch, ob ihr sie besuchen wollt. Noch habt ihr auf jeden Fall die Chance. Ich würde es auf jeden Fall immer wieder tun.

Share and Enjoy !

0Shares
0 0

Kommentar verfassen