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LIFE UPDATE: UMZUG, BACHELOR UND ZUKUNFTSPANIK

„Ich hoffe, dass das alles klappt und du dir nicht zu viel aufgehalst hast“, sagt Oma zu mir am Telefon. Tja, das hoffe ich auch.
Momentan befinde ich mich im sechsten und damit letzten Semester meines Philosophie-Studiums. Neben der Bachelorarbeit muss ich nur noch ein Essay, eine Klausur und eine mündliche Prüfung bestehen und dann pünktlich zu meinem 21. Geburtstag haben drei Jahre Studium endlich ein Ende.
Denkste.
Mein ursprünglicher Plan nach dem Bachelor war für sehr lange Zeit, dass ich mir die Welt anschaue und auf Reisen gehe. Der wurde jetzt vorerst auf Eis gelegt und statt Weltenbummeln werde ich jetzt tatsächlich sesshaft. Ich ziehe aus! Und ziehe mit meinem Robin zusammen. Nach mehr als zwei Monaten Wohnungssuche gründen wir ab Juni tatsächlich sowas wie eine gemeinsame Existenz. Und die Vorfreude ist riesig, kann ich euch sagen. Obwohl sich natürlich auch ein wenig Melancholie und Angst breit macht. Ich gebe dafür meinen ursprünglichen Plan auf, verzichte auf die Sicherheit im Elternhaus, brauche jetzt eine Perspektive in Hildesheim und Umgebung für die Zeit nach dem Studium und ganz so lange sind wir ja auch noch gar kein Paar.

 

 

Arbeiten, Praktika oder Master?
Dass ich keine Lust mehr aufs Studieren habe, ist ja allseits bekannt. Natürlich hat man als Student ja bekanntlich viel Freizeit, Freiheit und generell ein entspanntes Leben. So ging es mir jedenfalls die vergangenen drei Jahre. Aber mit dieser Freiheit ging auch viel Zeitverschwendung und Langeweile einher, dem ich gern ein Ende bereiten würde. Die langen Semesterferien habe ich so nie wirklich gebraucht und hätte ohne sie wahrscheinlich schon früher meinen Abschluss machen können.
Klar, ich bin erst 21 Jahre alt, wenn ich meinen Bachelor in der Tasche habe und habe so gesehen noch alle Zeit der Welt. Trotzdem würde ich gern arbeiten gehen oder zumindest Praktika machen. Drei Jahre Theorie waren genug für mich.
Das Problem dabei ist nur, dass in Hildesheim entweder keine großen Verlage oder Redaktionen ansässig sind oder diese weder Angestellte, noch Praktikanten oder Volontäre brauchen. Ich weiß gar nicht wieviele Bewerbungen ich schon für Hildesheim und Umgebung geschrieben habe, bisher sind fast nur Absagen oder Vertröstungen gekommen. Mir scheint es, dass die meisten Unternehmen am liebsten junge Leute anstellen wollen würden, die aber schon 10 Jahre Berufserfahrung haben. Ohne Job gibt es aber keine Erfahrung. Und so dreht sich der Teufelskreis immer weiter.
Aus diesem Grund wird das Master-Studium zu einer ernsthaften Perspektive. Bock drauf hin oder her – es ist hundert Mal besser als nichts, bietet mir eine bessere Qualifikation und damit hoffentlich bessere Berufschancen und nebenbei bleibe ich privatversichert über meine Eltern und sie bekommen weiterhin Kindergeld für mich. Und selbst nach dem Master wäre ich erst 23 Jahre alt und damit immer noch jung genug, um den Rest meines Lebens zu arbeiten.
Ganze zwei Master-Studiengänge kämen für mich in Frage: Medienwissenschaften in Braunschweig und Neuere deutsche Literaturwissenschaft in Hannover. Bewerben kann man sich erst ab dem 1. Juni. Ich werde trotzdem weiterhin Bewerbungen an Unternehmen, Redaktionen und Verlage schicken.
Was meine Weltreise betrifft, so nehme ich mir vor sie in Teilen zwischendurch so gut es geht zu machen. Meine Planungen habe ich alle aufgehoben und ich gebe meinen Traum bestimmt nicht auf.
Momentan sind die Umzugspläne allerdings an erster Stelle und es macht schon ziemlich viel Spaß sich um Einrichtung und Deko Gedanken zu machen. Die Bachelorarbeit darf dabei jedoch nicht unter den Tisch fallen und ich fühle mich momentan wie auf einem Drahtseil, weil ich allem und jedem irgendwie Gerecht werden muss und habe nicht selten ein schlechtes Gewissen, weil ich mich wie jetzt beispielsweise hinsetze und diesen Blogeintrag schreibe oder die neue Folge Riverdale gucken möchte, anstatt Theaitetos zum dritten Mal zu lesen.
Ich freue mich darauf, wenn die To Do-Liste wieder kürzer wird und ich weiß, wie es im Oktober weitergeht.

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