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LIFE UPDATE – ZWEI MONATE GÖTTINGEN

 

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Viele Diamantene Hochzeiten, Kurzmeldungen und Game of Thrones Staffel 7 später, bin ich jetzt mitten in der neunten Woche meines Praktikums beim Göttinger Tageblatt. Das bedeutet, ich habe nicht nur noch drei Wochen to go, sondern mein 20. Geburtstag steht quasi vor der Tür.
Im letzten Life Update habe ich von meinem neuen Alltag berichtet. Dieses Mal geht es zwar auch um Alltag, aber um den in der Redaktion. Um das Ganze mal etwas anders aufzuziehen, mache ich heute ein kleines Interview mit mir selbst. Ich hoffe, ihr habt Spaß beim Lesen! Los gehts:

 

Hey Kimi, alles fit?
Ja, muss ja. Das klingt natürlich erstmal nicht so berauschend, aber so isses im Moment. Mir gehts gut hier in Göttingen, gibt natürlich schöne und weniger schöne Tage. Aber ich bemühe mich, dass die guten Dinge am Tagesende überwiegen. Ich freue mich aber schon sehr auf zu Hause, mein eigenes Bett, meine Familie und Freunde, und sogar aufs fünfte Semester.
Gefällt dir dein Praktikum?
Ja und nein.
Ja, unbedingt, weil ich so viel über Journalismus lerne und das, indem ich teilweise auch einfach ins kalte Wasser geschmissen werde. Es macht Spaß neue Erfahrungen zu sammeln und vor allem so viele unterschiedliche Leute dabei kennenzulernen. Mitte August war ich zum Beispiel bei Ehepaar Burkert und habe selbstgemachte Marmelade geschenkt bekommen – einfach so als Dankeschön dafür, dass ich einen kleinen Text über die beiden geschrieben habe. Solche Gesten und ein ehrlich gemeintes „Danke“ der Leute, über die man schreibt, sind das beste an diesem Job. Und das Schreiben ist sowieso nach wie vor mein Ding.
Nein, weil sich für mich immer mehr herauskristallisiert, dass ich später nicht in einer Tageszeitung arbeiten möchte. (Online-)Magazine schweben mir momentan eher vor, näheres dazu aber im großen Fazit nach meinem Praktikum. Das ist aber der Hauptgrund, weshalb es manchmal eben nicht so schöne Tage gibt.
Was machst du da eigentlich den ganzen Tag?
Die meiste Zeit verbringe ich damit, Ankündigungen oder Kurzmeldungen für das Ressort „Lokales“ zu schreiben. Das mache ich dann in der Redaktion. Dort gibt es um 10 und 14 Uhr ein Meeting, bei dem alle Themen für die morgige Ausgabe besprochen werden. Ich bin dann meistens zwischen 16 und 18 Uhr zu Hause.
Wenn es um Geschichten geht, wie die vom Ehepaar Burkert, mache ich einen Termin oder jemand anderes und ich werde dorthin geschickt. Mal begleitet mich ein Fotograf, mal zücke ich selbst die Kamera. Ich saß aber auch schon für einen halben Tag im Newsroom und habe ganz lachs Fotos sortiert für die Website oder ein paar Kurzmeldungen für die Sportredaktion geschrieben.
Als der Dauerregen ganz Deutschland unter Wasser gesetzt hat, bin ich für den Live-Ticker auf der Website durch den Landkreis gefahren, um die Lage vor Ort zu checken.
Wie ist dein Fazit bisher?
Ich kann jedem, der sich für den grundlegenden Journalismus interessiert, empfehlen ein Praktikum bei einer Tageszeitung zu machen. In meinen ersten sechs Wochen hier habe ich viel gelernt und gute Einblicke in den Beruf eines Journalisten bekommen. Wenn es euch aber so geht wie mir, und ihr eigentlich lieber für Magazine oder Online-Produktionen schreiben würdet, reichen sechs Wochen auch wirklich aus. Es ist einfach nicht dasselbe, tagtäglich Nachrichten zu produzieren oder sich auf bestimmte Themen zu konzentrieren und diese einmal die Woche oder einmal im Monat zu liefern. Das habe ich wirklich unterschätzt. Drei Monate sind eine lange Zeit, wenn ihr etwas tut, wo ihr nicht mit ganzem Herzen dabei seid.
Bist du noch in Hildesheim?
Ja, ich versuche mindestens jedes zweite Wochenende nach Hause zu kommen. Dann unternehme ich meistens etwas mit Freunden oder verbringe Zeit mit meiner Familie.
Wann genau ziehst du wieder zurück?
Das Praktikum geht offiziell bis zum Freitag, 29. September. Mein Mietvertrag läuft aber bis zum 4. Oktober. Ich fahre den Freitag erst nach Hamburg, weil Sara und ich auf das Lady Gaga-Konzert gehen und komme an meinem Geburtstag am Samstag nach Hause. Einige Sachen bringe ich da natürlich schon mit nach Hildesheim, aber das Meiste holen meine Eltern und ich am Mittwoch, 4. Oktober. Dann ist Wohnungsübergabe und ich wohne wieder zu Hause.
Danke, Kimi! Wir sind gespannt auf dein großes Fazit Anfang Oktober.

 

Ich auch.

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