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LIFE UPDATE – EIN MONAT GÖTTINGEN

{Werbung, unbeauftragt}
Zack – ist der erste Monat in Göttingen auch schon wieder rum. Mir kommt es manchmal so vor, als würde ich hier schon ewig wohnen. Nicht unbedingt, weil ich die Stadt schon in- und auswendig kennen würde. Sondern eher, weil sich der Alltag so unfassbar schnell eingeschlichen hat und ich es jeden Tag ein bisschen mehr genieße, mit mir allein und unabhängig zu sein.

 

8.15 Uhr klingelt der Wecker, ich gehe die fünf Meter ins Bad und mache mich frisch. Dann gibts Frühstück, ich mach mir meinen Snack „fürs Büro“ (wenn der nicht schon seit gestern Abend im Kühlschrank ist) und packe meinen restlichen Kram zusammen. 15 Minuten Autofahrt bis zur Redaktion. Morgenmeeting um 10 Uhr, das nächste um 14 Uhr. Spätestens gegen 17 oder 18 Uhr bin ich meistens wieder zu Hause. Irgendwann abends mache ich – ja, ich wiederhole, ICH – mir dann etwas warmes zu essen. Vorher oder nachher wird etwas gesportelt. Ansonsten freuen sich mein Bett, der Fernseher und ich uns über unsere traute Dreisamkeit.

Ja, so sieht ungefähr mein Alltag aus. Ich muss zugeben, dass ich niemals gedacht hätte, dass ich die Sache mit dem Kochen so hinkriege. Gut, ich bin immer noch keine Fünf-Sterne-Köchin und – machen wir uns nichts vor – werd auch nie eine werden. Die Dosen-Ravioli schmecken mir immer noch. Aber ich überlebe und das nicht nur ungesund. An dieser Stelle kann ich nicht anders, als mir mal auf die Schulter zu klopfen. Denn auch, wenn es Leute gibt, die in meinem Alter schon ewig allein wohnen und für die das alles banal erscheint, das war es für mich nicht. Und ich mache das prima und es gefällt mir sogar. Und das ist etwas, was ich vorher nie von mir gedacht hätte.

Gut, mir war auch klar, dass ich kein WG-Mensch bin und ich diese Option nur in größter Not gezogen hätte. Ich mit mir 24/7 alleine ist trotzdem eine ganz neue Erfahrung für mich. Okay, ich bin immer irgendwie unter Menschen, aber eben nicht mit meiner Familie und meinen Freunden und nicht in gewohnter Umgebung. Mein größtes „Problem“ bisher ist, dass ich in meiner Wohnung-auf-Zeit, so schön sie auch ist, so viele Dinge ändern würde, würde sie mir gehören. Ich vermisse mein Sofa zum Beispiel sehr, dafür aber kaum meine daheimgebliebenen Kleidungsstücke, Filme, CDs oder Bücher. Ein Stückchen minimalistischer lebe ich hier in Göttingen. Und mir tut es alles in allem gut, momentan hier zu sein. Mit mir alleine. In einer nicht mehr ganz so fremden Stadt, wie noch vor vier Wochen.

*die Tasse ist von odernichtoderdoch.de #notsponsored

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